- "Seht nach, was da ist" - Heidemarie Langer, M.A.

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Geistlich leiten im gemeindediakonischen Handlungsfeld  

Impulse am 7. Oktober 2008  

Teil 1: Unsere geistliche Präsenz als Gemeindediakonin und Gemeindediakon

Stichworte und Zusammenfassungen zum Vortrag:

1. Präsenz

Im Leiten und Begleiten erlebe ich, dass jeder Mensch in ganz eigener Weise begabt ist, ein Wort Gottes aufzunehmen und Gottes Geist wahrzunehmen.

Wir wissen: Ruach, Spiritus, Pneuma weht wo Er/Sie will und wirkt in der Schöpfung und Menschheit -  mitten unter uns und in uns.
Diesem Geist Gottes sind wir verbunden, wir können ihn wahrnehmen.
Dieses wahrnehmende Merken braucht unsere Präsenz.


Präsenz heißt: in gutem Kontakt sein.

Wir merken die Präsenz des anderen und unsere eigene.
Wir merken ein Wir und darin das Eigene.
Wir merken lebendiges In - Verbindung sein.


Was zeichnet eine Kontakt- Kultur aus?
Raum für Empfang, einander Willkommen heißen.
..
Menschheitliche, mitmenschliche Ebene:
Wir sind Gemeinschaftswesen, wir sind aneinander gewiesen, um unser Dasein,
unsere Präsenz zu merken und da sein zu können.
..
Diese menschheitliche Ebene Kontakt ist zugleich eine geistliche:

Es ist Gottes Wille, sein Schöpfergeist, es ist sein Menschenbild – Wunsch,
dass wir da sein können, dazugehören, dass wir uns als Begrüßte und
Angesehene wissen.
Dass wir es sind, merken wir, wenn wir uns einander damit beschenken.
..

Wenn wir Kontakt zulassen, uns auf ihn einlassen, so geschieht mittendrin Geistliches.  
Das Geistliche leitet sich durch uns hindurch
oder wird zwischen uns, in uns selbst wahrnehmbar.
..


2. Eine Geschichte vom Kontakt Gottes,
der im Grüssen und Begrüßt- sein geschieht.
Der Gruss des Engels an Maria, und ihre Begegnung mit Elisabeth.
..
Ein Segen von diesem Engelgruss geschieht, ein wirkliches Grüß Gott,
wenn wir einander begrüssen und willkommen heißen.

Geistliche Präsenz geschieht uns.
Geistliche Präsenz ist Wahrnehmen,
dem Geist Gottes Raum geben und gewahr sein, wo wie er lebt.



3. Resonanz

Für uns selbst geschehen lassen, sich auswirken lassen,
was wir im Kontakt anderen geschenkt haben
und bekommen haben.



4. Präsenz des Geistes Gottes

Wie sind wir am Morgen ?
Wenn wir uns Zeit lassen können, um vom Schlaf und Traum herauf zu dämmern und uns vom Licht begrüssen lassen. Es i st - und wir wachen daran auf.

Den Atem merken -.
Er war die ganze Nacht ohne unser Zutun, durchströmte unser Leben, und nun werden wir gewahr und atmen im Atem.
Atmen mit dem Atem im Odem.

So wie Gottes Geist im Schöpfungsbeginn über allem atmete,
Ruach, Odem voller Weisheit - so in jedem Anfang Aufwachen.


Die Präsenz des Geistes Gottes i s t
und wir wachen dort hinein auf.




5. Daseinshaltung im verbundenen Sein

Die Geschichte von Marta und Maria mit ihren zwei Seiten im Haus
unseres Lebens und Dienstes:
Marta lädt Jesus ins Haus ein, Maria nimmt ihn auf.
Marta will mit ihrer Bedienung Gutes erreichen, Maria lässt sich erreichen.
Marta ist die aktiv Schaffende, Maria die aktiv da Seiende.  

Geistliche Präsenz meint primär unser Dasein.


Mitten in unserer Leistungsgesellschaft:
Wert vor allem, vor jeder Leistung – nur im Sein
als Tochter Gottes, Frau Gottes, als Mann, Kind Gottes
angeschlossen an die geistige Kraft.
..
Verbundenes Da Sein merken und aufnehmen.  




Teil 2: „Leitungs- und Leistungskraft“

1. Was leitet uns, wenn wir leiten?

Jeder der leitet, leitet auf etwas hin.
Jeder leitet in einem Interesse.                                 
Jede die leitet, wird von etwas geleitet.
Leitende werden geleitet.

Was leitet uns, wenn wir leiten?
..

Ich erinnere mich gut an Zeiten an der Universität, wo wir die uns Unterrichtenden begierig danach fragten, was ihr Erkenntnis leitendes Interesse sei.
Das war in den Jahren, als wir für die Fragen wach wurden, was unsere Eltern dazu geleitet oder auch verleitet hatte, dem so genannten Führer zu folgen. Das waren die Jahre, wo wir für uns selbst und unser Interesse bewusst wach und verantwortlich werden wollten.
Und so fragten wir danach, wer unsere LeiterInnen und Lehrer wären.
Wir wollten von ihnen wissen, wohin sie uns gedanklich führen wollten, in welchem Bewusstsein sie lebten, in welchem sie leitenden Interesse, in welchem Geist, in welcher Geisteshaltung.




Was leitet uns?
Sicher, fachliche Interessen, Anliegen, Anfragen.
Doch was trägt diese Arbeit, welche Begründungen, welche Motive, welche innere Absicht?

2. Was ist unsere Intention?
Das ist eine geistige Frage.


Unsere Intention, unsere innere Absicht, unser Leitungs-Interesse
berührt unsere Grundhaltungen;
fragt, was uns wichtig und wert ist,
wofür wir da sind und wesentlich da sein wollen.

Unsere Intention ist der Tiefe eigener Begründungen verbunden
und öffnet Raum für wesentliches Wünschen:
In dieser Richtung hinein möge unsere Aufgabe geschehen,
in dieses Werden tendieren wir.

Unsere Intention ist wie ein inneres Feld,
eine lebendige geistige Tragfläche,
in der konkrete Ziele, Massnahmen und Schritte aufgehoben sind.




3. Werte als Grundhaltungen  
Einsichten in unsere eigene Grundhaltungen.
(Wir gehen einen Weg aus der Arbeit im Werte-Bewußtsein- Wertemoderation,
siehe Wertemoderation).


Was ist Ihnen wert und wichtig in Ihrer Arbeit, Ihrer Aufgabe?

Bei welchem, das Ihnen wichtig ist, merken Sie, dass dieses unverwechselbar zu Ihnen gehört, dass Sie dafür brennen?
..

Wenn ich mir vergegenwärtige, was mir wert und wichtig ist in meinen Aufgaben,
entdecke ich Einstellungen, innere Begründungen, Werte, die in mir leben, geistige Fundamente.


Wertvolles, Werte formen unsere Persönlichkeit. Sie leiten uns innerlich.
Man kann sagen:
Werte sind Leitungskräfte, Werte sind unsere Führungskräfte.
..



4. Die Geschichte von der Speisung der 5000
als Grundlage im Weg, zu entdecken, was d a ist.

Wie können wir das uns Wertvolle in unseren Aufgaben fördern?


5. unsere Ausrichtung im Leiten

Was da ist, ist für den Hunger der Menschen da.
So die biblische Geschichte, aus der wir einen Teil unseres Weges im geistlichen Leiten entnehmen.

Für welchen Hunger sind wir begabt mit dem, was bei uns an Wertvollem d a ist?

Jesu Intention hiess: dass alle satt werden.

Welchen Namen geben wir unserem Wunsch nach Werden, unserer Intention?


copyright Heidemarie Langer

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